Titel:                 Englischer Garten

Malerin:          © Obermaier Brigitte

Technik:          Scratchwork-Technik

Bild:                 21x25  cm # 19980719

Preis:               mit Passepartout           

Rahmen: für 40x50

 

 

 

 

 

 

Der Englische Garten:

Gesammelt und aufgeschrieben © Brigitte Obermaier, München,  2001-04-16

 

 

englischer Garten, der Natur nachgebildete, künstlerisch gestaltete Park- u. Gartenanlage, löste  in der Geschichte der `Gartenkunst den regelmäßigen  (Barock-)Garten ab. Typisch für den in romantisch-naturalistisch Gedankengut  wurzelnden Gartenstil sind geschwungene Wege, malerisch angeordnete  Pflanzengruppen u. natürlichem Gewässer, daneben künstl. Ruinen, Tempel,  Badehäuser, Einsiedeleien, Bauernhäuser, Chinoiserien u. ä. Erste Anlagen  dieser Art entstanden im 18. Jh. in England. In Deutschland sind am bekanntesten  der unter Karl Theodor seit 1789 in München angelegte Englische  Garten, der von Ludwig Sckell vollendet wurde (1804 –1832), der Park des  Fürsten Pückler in Muskau (1816–1832) sowie die Parks in Wörlitz u. Weimar u.  der zum engl. Garten umgestaltete Schlosspark von Schwetzingen.

Englischer Garten (1789–1832 angelegter, 350 ha großer Park mit prachtvollen Baumgruppen, Monopterostempel, Chinesischem Turm u. Kleinhesseloher See)

Englischen Garten der völlig regelmäßig um eine Mittelachse angelegt wird.

Chanoyu [t(a-; japanisch, „Teewasser“], Häuser für die Teezeremonie gibt es auch im Westen, so das von der Urasenke-Stiftung Kyoto errichtete im Englischen Garten in München.

Die Teezeremonie schließt neben dem gesellschaftlichen Charakter Elemente der Ästhetik mit ein, die in Betrachtung des Gartens, des Teehauses u. seines Interieurs (Blumenschmuck u. Tuschbild oder Kalligraphie in der Bildnische) meditative Form annehmen. Das Teehaus (Sukiya) liegt in einem sorgfältig stilisierten Landschaftsgarten. Es besteht aus drei Zimmern: dem Warteraum (Yoritsuki), Servierzimmer (Mizuya) u. dem eigentl. Teezimmer (Chashitsu). Den traditionell gekleideten Gästen wird zunächst eine Erfrischung (Kaiseki) gereicht, darauf folgt eine Erholungspause (Nakadachi). Sodann wird in kostbaren Keramikschalen (Chawan) der Tee in starker Form (Koicha) gereicht. Ein dünnerer Tee (Usucha) bildet den Abschluß des etwa vierstündigen Rituals.

(Bertelsmann Lexikon.)

 

Die Hälfte der Münchner Stadtfläche ist Freiland. München ist die Stadt im Grünen. Die Stadtgartendirektion bemüht sich jährlich die Grünflächen anzulegen. Eine Erholung für’s Auge, eine freundliche Note für das mitunter recht laute und unfreundliche Treiben einer Großstadt.

 

Mit seiner Länge von sechs Kilometer und seiner Breite von einem Kilometer ist der Englische Garten heute noch die größte zusammenhängende Grünanlage in einer deutschen Großstadt. 1789 wurde der Park unter Kurfürst Karl Theodor von dem Grafen Rumford gestaltet. Der Plan auf Seite 100 zeigt den Park in seiner Ausdehnung und die Zugänge. Eine Reihe von Sehenswürdigkeiten ist zu nennen.

(Innerhalb eines Stadtgebietes ist der Englische Garten der größte der Welt. New York mit dem Central-Park liegt erst an zweiter Stelle.)

 

Auch zur Weihnachtszeit und wenn Schnee liegt, ist er ein beliebtes Ausflugsziel. Das ganze Jahr über pilgern täglich Tausende von Menschen dort hin. Allein am Kocherlball zählt man bis zu 20.000 Menschen die rund um den Chinesischen Turm tanzen. (BO)

 

Rumford-Denkmal – 1795/96 mit Relief-Portrait von Friedrich von Schwanthaler

Monopteros: 1837/38 unter König Ludwig I. von Leo von Klenze auf einem künstlichen Hügel errichtet. In der Mitte Gedächtnisstätte für die Wittelsbacher. Schönster Blick auf die Münchner Altstadt.

(Pflichtbesuch bei einer Stadtrundfahrt. BO)

(Monopteros [der; griechisch], ein antiker Rundtempel ohne Cella, dessen Gebälk u. Dach von Säulen getragen werden; in der Baukunst des 18. u. 19. Jh. oft als offener Gartenpavillon nachgebildet, z. B. im Englischen Garten in München.)

 

 

 

Burgfriedenssäule Nr. 13: Einstige Markierung der Burgfriedensgrenze, wie sie von Max Emanuel 1724 festgelegt war.

 

Steinbank: 1838 von Leo von Klenze an der Stelle eines ursprünglich geplanten Pantheons für bedeutende Wittelsbacher angelegt.

 

Chinesisches Wirtshaus: Ursprünglich 1790 von Lechner in Holz erbaut, 1912 originalgetreu in Stein ausgeführt. Ökonomiegebäude, ebenfalls Lechner, 1790.

 

Chinesischer Turm: Als Aussichtsturm und Musikpagode 1789/90 von Frey errichtet. Vorbild: Kew Garden. 1944 abgebrannt, 1951/52 in alter Form wieder aufgebaut.

(Heute spielt die Musikkapelle im ersten Stock zur Musik auf. Ansonsten ist der Turm für das Publikum gesperrt. Ich durfte mit hinauf und habe Zeichnungen angefertigt. BO)

 

Rumfordhaus: 1791 als Offizierskasino errichtet. Im Stil der englischen Kolonialarchitektur. Pläne Rumford, Ausführung Lechner.

 

(168 km langer Radweg, nahe beim englischen Garten vorbei, der an der Isar entlang  bis zur Donau führt. Ein beliebter Radwanderweg, ideal für die grüne Lunge. BO)

 

Entnommen: München mit dem MVV, Geocenter,  1978 i-team Hans Ullrich KG München 70, Waldfriedhofstraße 94.

 

 

Es ist der Englische Garten, der sich praktisch von der Innenstadt über sechs Kilometer bis zum >Aumeister< erstreckt.

Mehrere Biergärten, Cafés, Spielplätze, der Chinesische Turm, Liegewiesen, der Kleinhesseloher See und der Monopteros machen die Anlage zum beliebten und belebten Erholungsgelände für die Münchner.

 

Als der Dichter Wolfgang Müller 1855 den Englischen Garten besucht, schreibt er begeistert: ‚Ich habe nie die Weiden, die Eschen, die Silberpappeln und die Erlen in so riesenhaftem, grandiosem wuchs gesehen.’ Der Englische Garten entsteht unter der Leitung des Grafen Rumford und des Gartenarchitekten Friedrich Ludwig von Sckell.

L: G.Wolff: Ein Jahrhundert in München, Leipzig 1935

 

 

            4.3.         Der Landschaftsgarten  
Französische Gärten wurden in ganz Europa bis in die achtziger Jahre des 18. Jahrhunderts angelegt; gleichermaßen aus politischen wie ästhetischen Gründen schwand etwa um 1700 in England die Beliebtheit der französischen Gärten. Sie galten als Symbole der autokratischen Herrschaft Ludwigs XIV., während das Freie und Natürliche als das englische Ideal angesehen wurde und die „Natur” dem Unnatürlichen und Gekünstelten vorgezogen werden sollte. Gerade Linien wurden durch leichte Krümmungen ersetzt (vor allem durch „Serpentinen” oder S-förmige Linien), und Springbrunnen und der Beschnitt von Bäumen und Sträuchern waren verpönt. Auch wurden im Gegensatz zu den formalen Gärten die Besonderheiten der ländlichen Gegend begrüßt, der Blick auf wellige Felder, verschlungene Bäche und ferne Wälder und Hügel. Die Gartenbauer versuchten, solche Landschaften entweder nachzuahmen oder ihre Gärten sichtbar mit ihnen zu verbinden, indem die Hecken oder Mauern, die die Sicht versperrten, in tiefe Gräben gesetzt wurden, die als „Umfassungsgräben” bekannt waren und einen ungehinderten Fernblick auf die Landschaft boten, während sie noch immer als eine Art Schranke dienten. Solche Gärten nannte man daher Landschaftsgärten; und die Bezeichnung „englischer Landschaftsgarten” diente als eine Art Kontrast oder Gegensatz zu den formalen Gärten Frankreichs.

[1]"Gartenbau (Geschichte)."Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2001. © 1993-2000 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

   

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